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Schlecker ist Geschichte

Jetzt ist endgültig Schluss: Um 15 Uhr wurden die Türen der verbliebenen 2.800 Schlecker-Filialen letztmalig abgeschlossen. Schnäppchenjäger räumten die letzten Reste aus den Regalen.


Die Ära Schlecker ist zu Ende. Tausende Verkäuferinnen machten am Mittwoch bundesweit ein letztes Mal Kasse. Sie hatten die Anweisung bekommen, um 15 Uhr alle verbliebenen 2.800 Märkte des einstigen Drogeriekönigs endgültig abzuschließen.

Die Schlecker-Pleite kostet rund 25.000 Menschen den Arbeitsplatz. Anton Schlecker hatte die Kette, die zu ihren besten Zeiten europaweit 55.000 Mitarbeiter beschäftigte, 1975 gegründet. Über die Töchter IhrPlatz und Schlecker-XL wird noch mit möglichen Käufern verhandelt.

Die Abwicklung des Unternehmens war Anfang Juni von den Gläubigern des insolventen Konzerns mit der Begründung beschlossen worden, kein Investor habe das zur Sanierung notwendige Geld geboten.

"Die Freistellungsschreiben sollen Freitag per Einschreiben in die Post gehen", kündigte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz an. "Dann müssen sie erst einmal zur Arbeitsagentur gehen", sagte Verdi-Sprecher Christoph Schmitz. Gemeinsam mit den Betriebsräten will die Gewerkschaft den 13.200 Betroffenen weiter beratend zur Seite stehen. Im Juli folgen die Kündigungen.


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