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Facebook löscht 270 Accounts und Seiten von russischer "Trollfabrik"

Mark Zuckerberg äußert sich zu "Trollfabriken" auf seiner Plattform - und sorgt mit einem Interview für Verwirrung

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Facebook löscht mehr als 270 Accounts und Seiten, die offenbar von einer russischen "Internet Research Agency" (IRA) aus gesteuert wurden. Wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg in einem Beitrag schreibt, sollen sie genutzt worden sein, um "Menschen in den USA, Europa und Russland zu manipulieren", schreibt Mark Zuckerberg in einem Beitrag und fügt hinzu: "Wir wollen sie nicht bei Facebook, nirgendwo auf der Welt." Er bezeichnete den Vorgang als "großen Schritt, um die Integrität von Wahlen auf der ganzen Welt zu verbessern". Solche Sätze wären vom Facebook-Chef noch vor einigen Monaten wohl kaum zu hören gewesen. Die jüngsten Skandale zwingen Zuckerberg jedoch zum Handeln. Außerdem berichtet er, seine Plattform habe vor den Bundestagswahlen 2017 auch mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zusammengearbeitet, "um von ihnen etwas über die Bedrohungen zu erfahren, welche sie sahen, und um Informationen auszutauschen".

Durch ein Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters sorgte Zuckerberg unterdessen für wenig Klarheit bezüglich der Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), welche ab 25. Mai in Kraft tritt. Facebook halte sich angeblich bereits jetzt an viele Regelungen, die darin vorgeschrieben seien. Allerdings habe er nicht vor, den EU-Standard weltweit zu übernehmen. Dieser solle nur "im Geist" umgesetzt werden. "Wir sind noch dabei, die Details festzulegen, aber es sollte "von der Richtung her, im Geist, das Ganze sein", erklärte Zuckerberg, ohne seine Aussage genauer zu erläutern. Daraufhin berichteten Medien weltweit, die DSGVO werde es nicht weltweit geben, während andere Beobachter interpretierten, von den neuen Regeln würden alle Nutzer profitieren.

Jan Treber

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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