Games / Spieletests

FortniteBauen, ballern - blechen

Fast sechs Jahre sind seit der Ankündigung von "Fortnite" vergangen - nun ist das kunterbunte Koop-Survival-Abenteuer für PC, Xbox One und PS4 erschienen. Und es lässt einen nicht nur wegen des "Early Access"-Stempels, sondern vor allem angesichts des Geschäftsmodells, das "Gears of War"-Entwickler Epic gewählt hat, ratlos zurück: Ingame-Käufe wie bei einem Free-2-Play-Titel versprechen Vorteile im Kampf gegen die monströse Horde - darunter tonnenweise Großkaliber, Erfahrungspunkte in rauen Mengen und Upgrades für die eigene Festung. Neu und ziemlich vermessen dagegen ist, dass Epic trotz der anfallenden Extrakosten aktuell 40 bis 150 Euro als Kaufpreis aufruft - ehe das Spiel gratis angeboten werden soll.

Stellt sich also die Frage: Ist das sich noch immer in Entwicklung befindliche "Fortnite" schon jetzt den ganz tiefen Griff in die Börse wert - oder fahren Action-Spieler besser, wenn sie die Zombie-Jagd erst kommendes Jahr eröffnen? Dann soll "Fortnite" die "Early Access"-Phase hinter sich lassen und als fertiges Free-to-Play-Produkt vermarktet werden.

Wer sich schon jetzt zur Kasse bitten lässt, erlebt einen zwar unfertigen, aber clever aufgebauten und erstaunlich komplexen Genre-Mix - irgendwo zwischen Tower-Defense à la "Orcs must die!" und dem aus "Gears of War" bekannten "Horde"-Modus, inklusive jeder Menge Action.

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Doch schon jetzt gilt: Ohne zugekauften Vorteil ist "Fortnite" abseits seiner gewaltigen Schlachten echte Fleißarbeit. Damit die vier Team-Kollegen ihre eigene Festung ausbauen und das Gebiet mit Fallen spicken können, brauchen sie jede Menge Ressourcen. Die werden in den von der Dunkelheit überrannten Städten oder ländlichen Gebieten gesammelt und abgebaut. Ob verlassenes Haus, Zaun, Baum, Busch, Mauer oder alte Rostlaube im Straßengraben - beinahe jeder Gegenstand, der sich nicht einsammeln lässt, kann zertrümmert und in seine Bestandteile zerbröselt werden, um anschließend per Bau-Menü in eine Befestigungs-Anlage zu wandern.

Das Ergebnis ist ein taktisch angehauchtes Action-Game, das im Verbund mit Freunden jede Menge Spaß bringt - trotz eintönig gestalteter Missionen und mitunter kriminell dummer Feinde. Aber aktuell lässt "Fortnite" seine Kunden auch ziemlich ratlos zurück, denn die Gründe für den Kauf eines Early-Access-Spiels, das schon nächstes Jahr kostenlos und in Gänze auf Mikrotransaktionen setzen wird, erschließen sich zu keiner Zeit. Oder glaubt Epic wirklich, dass Gamern die Beteiligung am Entwicklungsprozess des finalen Produkts mindestens 40 Euro wert sind?

Robert Bannert

Game
SpielnameFortnite
HerstellerEpic Games
VertriebKochmedia
Erhältlich ab25.07.2017
Bewertung Gesamtgut

Erhältlich für:
PC / Mac, PlayStation, Xbox

Quelle: "teleschau - der mediendienst"


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