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Dr. Kawashimas diabolisches Gehirn-JoggingTeuflisch-fieses Workout gegen die Verblödung

Viele Jahre sind seit den DS-Erfolgen von "Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging" vergangen, nun bittet Nintendos prominenter Mental-Coach zur nächsten Sitzung. Der aktuelle 3DS-Ableger setzt - nomen est omen - auf neue, teuflisch verzwickte Aufgaben, die selbst geübte Denksportler ans Limit bringen dürften ...

War es bisher das erklärte Ziel des bekannten Neurowissenschaftlers, der schleichenden Alterung des Gehirns als Folge chronischer Unterforderung entgegenzuwirken, soll diesmal das "Arbeitsgedächtnis" gestärkt werden: Laut Kawashimas virtuellem Konterfei im Spiel ist das der Teil des menschlichen Denk-Apparats, der dafür verantwortlich ist, dass sich Berufstätige auf ihren Job konzentrieren und Schulkinder ordentlich büffeln können - möglichst ohne dabei von nervenden Alltags-Apparaturen wie Handy oder E-Mail-Postfach abgelenkt zu werden. Glaubt man dem digitalisierten Gehirnakrobaten aus Japan, dann funktioniert sein "Diabolisches Gehirn-Jogging" gleich so gut, dass man nach nur wenigen Tagen erste Verbesserungen bemerkt - idealerweise sind traumhafte Leistungssteigerungen bei geistigen Tätigkeiten das Resultat.

Klingt nach Coach-Sprech und maßloser Übertreibung, wird aber im Nintendo-Produkt einmal mehr so charmant und überzeugend präsentiert, dass man sich unabhängig vom Resultat prompt ans empfohlene Training macht: Anfangs stellt der als Teufel verkleidete Kawashima mit "Zahlenmerken" und "Paarsuche" lediglich zwei "Diabolische Disziplinen" zur Verfügung - beim "Diabolischen Zusatz-Training" winkt am ersten Übungstag gerade mal eine Aufgabe, mit deren Hilfe sich zusätzlich die Gedächtnis-Geschwindigkeit steigern lassen soll.

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Wie von der Serie gewöhnt, wird nun gemerkt, gegrübelt, gekritzelt und gerechnet - und zwar möglichst für fünf Minuten am Stück. Am Ende der jeweiligen Trainingseinheit bewertet der Doktor die Leistung des Probanden: Je mehr Aufgaben der Gehirn-Sportler richtig gelöst hat, desto besser seine Einstufung. Als Belohnung wird der Spieler auf den nächsthöhere Schwierigkeits-Level gehievt - bei einer schlechten Leistung wiederum schaltet das Programm einen Gang zurück. Fleißige Selbstoptimierer wiederholen die Übungen Tag für Tag aufs Neue und werden durch das allmähliche Freischalten neuer Disziplinen bei Laune gehalten.

Wer sich nach all zu viel teuflischem Denksport nicht konzentriert, sondern vielmehr ausgelaugt fühlt, versucht sich am vergleichsweise simplen und bereits aus den Vorgängern bekannten "Gehirn-Jogging" - unter "Entspannung" wiederum hält der Doktor schlichte Unterhaltungs-Spielchen wie das "Tetris"-artige Aufreihen farbiger Formen bereit.

Insgesamt erwarten den Spieler auf diese Weise 30 unterschiedliche Übungen, immerhin 18 davon sind noch nicht aus den Vorgänger-Spielen bekannt. Und wie schon vor zehn Jahren gilt: Wer das interaktive Äquivalent zu einem Rätselbuch sucht und sein Denksport-Potenzial steigern will, ist in den 3D-Händen des Knobel-Neurologen gut aufgehoben. Ob Kawashimas Aufgaben die Belastbarkeit und Konzentrationsfähigkeit des Spielers aber wirklich aufmöbeln, ist nicht wirklich nachzuweisen ...

Schade ist allerdings, dass nicht alle Übungen von Anfang an reibungslos funktionieren: Manchmal lässt die zwar bemühte, aber auch immer wieder lückenhafte Erklärung Kawashimas zu Wünschen übrig. Außerdem erweist sich die Software bei Erkennung der handschriftlich auf den Touchscreen gekritzelten Zahlen als äußerst penibel, sodass man womöglich dümmer dasteht, als man ist.

Robert Bannert

Game
SpielnameDr. Kawashimas diabolisches Gehirn-Jogging
HerstellerNintendo
VertriebNintendo
Erhältlich ab28.07.2017
Bewertung Gesamtgut

Erhältlich für:
Nintendo

Quelle: "teleschau - der mediendienst"


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