Musik / CD

Amy Shark: Love MonstersHaifisch ohne Zähne

Amy Sharks Single "Adore" hat sich in den vergangenen Wochen bereits als veritabler Ohrwurm entpuppt. Der Track ist sehr beliebt beim Indie-Pop-Volk, insbesondere bei jenen, bei denen auch Platten von Feist, Florence & The Machine, Lily Allen oder Kate Nash im Regal stehen. Der Rest der Gefolgschaft wurde mithilfe eines Kosmetik-Werbespots geangelt, den die junge Australierin mit ihrem Song veredelte. Jetzt kommt das erste Album von Amy Billings alias Amy Shark auf den Markt: "Love Monster" heißt die Platte, die noch mehr hochemotional vorgetragene Geschichten enthält - clever durchgestylte Indie-Pop-Perlen, mit der richtigen Mischung aus melancholischem Zeitgeist, ausgeklügelter Instrumentierung und elektronischen Nuancen.

Mit ihrem ersten Song wurde die australische Sängerin und Songwriterin in ihrer Heimat bereits von zwei Millionen Musikfans auf Platz zwei bei den "Pop Songs Of The Year" gewählt. Sie kletterte zwischenzeitlich bis auf Platz eins der iTunes-Charts, und die Single wurde mit Gold-Status ausgezeichnet. "Adore" ist ein tiefgründiges, eher dunkles Stück. Leider findet sich daneben auf Sharks Debütalbum aber nichts wirklich Gleichwertiges.

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"Love Monster" ist eine Aneinanderreihung von leichten, romantischen, manchmal anmutigen, oft aber auch recht plattgetretenen Highschool-Songs. So funktionieren Stücke wie "I Got You", "All Loved Up" und "I Said Hi" alle nach dem gleichen einfachen Prinzip: Eingängige Harmonien, eine starke Stimme und eindringliche Lyrics ergeben eine Musik, die vielleicht für intime Abende gemacht ist, die aber dann doch nicht bis zum nächsten Morgen hängenbleibt.

Nur selten verlässt Amy Shark den sicheren und eben auch recht langweiligen Pfad der vorgestrickten Pop-Muster. Dann zeigt sie sich, wie schon in "Adore", wieder als Persönlichkeit mit ausgeprägtem Kampfgeist. Positiv fällt etwa das Stück "The Idiot" auf, das sogar ein wenig an Tori Amos erinnert, oder der mystisch angehauchte, poetische Elektro-Track "Middle Of The Night". Doch alles in allem fehlt der talentierten Musikern Amy Shark, die sich ja nach einem gefährlchlichen Meeresräuber benannte, ein wenig der Biss. Das Versprechen der Single "Adore" kann das dazugehörige Album nicht einlösen.

Natalie Cada

Audio CD
Bewertungakzeptabel
CD-TitelLove Monsters
Bandname/InterpretAmy Shark
Erhältlich ab13.07.2018
LabelWonderlick
VertriebSony Music
Quelle: "teleschau - der mediendienst"


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