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Jülich Haftstrafen für Sportplatz-Schläger

Das Urteil nach dem Überfall auf das Jülicher Bezirksliga-Spiel im November ist gefallen. Das Aachener Landgericht hat sieben Männer schuldig gesprochen.


Die Tat war eine "kalkulierte Selbstjustiz. Von einer Spontantat kann nicht die Rede sein", sagte der vorsitzende Richter. Drei Angeklagte müssen wegen gefährlicher Körperverletzung bis zu drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Die drei waren bereits vorbestraft und standen unter Bewährung. Vier Männer bekamen Bewährungsstrafen. Den achten Angeklagten sprachen die Richter frei.

Die Staatsanwaltschaft hatte für die meisten der teilweise vorbestraften Angeklagten mehrjährige Haftstrafen wegen gefährlicher Körperverletzung gefordert. Alle Verteidiger hatten sich für Bewährungsstrafen ausgesprochen.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die türkisch-stämmigen Männer die Ehrverletzung eines Freundes rächen wollten. Ziel der Attacke war ein Spieler von Welldorf-Güsten, Opfer wurden aber auch andere Spieler und Zuschauer, die helfen wollten. Zehn Menschen wurden damals verletzt.

Das Bezirksliga-Spiel zwischen Grün-Weiß Welldorf/Güsten und den Sportfreunden Düren war abgebrochen worden. (19.05.17)


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