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Düren Pro Bahn lobt Arbeit der Rurtalbahn

Im Sommer bekommen die Fahrgäste der Rurtalbahn endlich auch auf dem Nordast zwischen Düren und Linnich mehr Komfort. Zum 1. Juli nimmt die Rurtalbahn drei neue Fahrzeuge in Betrieb.


Die neuen Züge sind vor wenigen Wochen von der Firma Alstom geliefert worden. Die Züge seien eine Maßanfertigung für die Rurtalbahn, sagt Alstom-Ingenieur Jochen Slabon. Neben der doppelten Länge im Vergleich zu den alten Regiosprintern sind jetzt "auch behindertengerechte Toiletten und eine Klimaanlage an Bord", sagt Rurtalbahn-Geschäftsführer Sebastian Nießen.

Sogar Steckdosen finden sich unter einzelnen Tischen. Dazu gehört zur Ausstattung der neuen Züge ein Repeater für besseren Mobilfunkempfang in den Zügen, Trittstufen für einen lückenlosen Einstieg am Bahnsteig, Kameras und mehr Platz für Fahrräder und Rollstühle.

Die neuen Fahrzeuge bieten Platz für rund 330 Fahrgäste. Das sei dringend nötig, da inzwischen rund 5.000 Fahrgäste am Tag zwischen Düren, Jülich und Linnich mit Zügen der Rurtalbahn unterwegs sind. Gerade im Berufs- und Schülerverkehr ist es in den Zügen eng.

Mit den neuen Fahrzeugen gebe es das Problem nicht mehr, sagt die Rurtalbahn. Auf der gesamten Strecke von Heimbach bis Linnich fahren täglich über 8.000 Menschen. Mehr als zehn Mal so viele wie zu der Zeit als die Deutsche Bahn in den 90ern die Strecke aufgegeben hatte.

Vier Millionen Euro hat ein Zug gekostet. Sie ersetzen die über 20 Jahre alten Regiosprinter. Sie sollen als Ersatz im Bestand der Rurtalbahn bleiben.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die Arbeit der Rurtalbahn gewürdigt. Das teilte der Verband nach der Vorstellung der neuen Züge auf seiner Facebook-Seite mit. In Düren sei man sehr früh dran gewesen, regionale Bahnstrecke zu beleben und erhalten, schreibt der Verband. Er hofft als nächstes auf die Vollreaktivierung der Bördebahn nach Euskirchen. (25.04.)


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