Montag, 23.01.2017
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08.01. Starke Leistung, aber verloren

Das neue Jahr ist mit einer Niederlage für den Dürener Volleyball-Bundesligisten gestartet. Mit 0:3 mussten sich die Powervolleys auswärts dem VfB Friedrichshafen beugen. In der Tabelle bleibt Düren Vierter.


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Die Satzergebnisse: 20:25, 23:25, 24:26. So viel zu den nackten Zahlen. Trotz der auf den ersten Blick eindeutigen Angelegenheit für den VfB wusste Düren zu überzeugen, erntete für seinen bedingungslosen Einsatz sogar Szenenapplaus am Bodensee. "Wir geben einfach niemals auf. Das kennen wir gar nicht", sagte Trainer Tommi Tiilikainen. "Ich bin stolz darauf, wie unsere Jungs sich hier präsentiert haben. Jeder war stark." Diese Aussage erhält besonderes Gewicht angesichts der Dürener Verletzungssorgen. Neben Ossi Rumpunen (Knie-Operation) war auch der bisher punktbeste Angreifer Romans Sauss aufgrund muskulärer Probleme nicht verfügbar. Wie lange er ausfällt ist derzeit noch unklar.

"Wir haben ein tief besetztes Team, jeder Spieler hilft uns", sagte Tiilikainen. Das ist auch beim VfB der Fall. Während Düren im Außenangriff keine Wechselmöglichkeit mehr hatte und Dennis Barthel und Tomi Rumpunen durchspielen mussten, nutzte der Gastgeber hier alle vier Spieler, um taktisch zu variieren.

Die Powervolleys legten einen Blitzstart hin. Mit der neuen Aufschlagtechnik bei Rudy Verhoeff hatte der VfB nicht gerechnet. Düren erspielte sich mit Verhoeff an der Aufschlaglinie eine 6:1-Führung, weil das Team auch in der Abwehr hellwach war. Dem Rest des Satzes drückte dann trotzdem der Gastgeber seinen Stempel auf. Der VfB war im Block erfolgreicher, auch die langen Ballwechsel gingen an das Team von Trainer Vital Heynen. Bei Düren machte sich bemerkbar, dass mit Sauss und Rumpunen die beiden Experten für knallharte Angriffe über die Position 4 verletzungsbedingt fehlten. Die Häfler drehten den Satz, gewannen letztlich mit 25:20.

In Satz zwei haben am Ende zwei Bälle den Unterschied gemacht: Ein Netzroller im Aufschlag brachte dem VfB zum 21:20 die Führung, weil der Gastgeber die daraus resultierende Punktchance nutzte. Beim 24:23 für den VfB wackelte Dürens Annahme, Friedrichshafen schlug im Gegenangriff zu und machte den Satz klar. Davor hatte es in der ZF-Arena Szenenapplaus gegeben für beide Teams, auch für Düren. Denn die Powervolleys gewannen viele der hart umkämpften Ballwechsel, sie räumten Stühle und Bandenwerbungen aus dem Weg, im Satz drei sogar den Linienrichter. Dürens Punkt zum 14:11 dürfte jetzt schon seinen Platz sicher haben in den Höhepunkt-Videos am Ende der Saison.

Dass Aufgeben nie eine Option für dieses Team ist, hat die Mannschaft in Satz drei beweisen. Zu Beginn verloren die SWD Powervolleys etwas die Präzision im Angriff, der VfB packte zudem im Block zu und schien auf dem Weg zu einem sicheren Sieg, als er 12:7 führte. Nicht mit Düren, dass drei lange Ballwechsel in Folge gewann und zum 16:17 verkürzen konnte. Zum 22:22 bejubelte Tiilikainens Team dann den Ausgleich, als der VfB im Angriff verzog. Es sollte an Ende wieder an einem ungenauen Ball liegen, der die Entscheidung zu Dürener Ungunsten brachte. Die Annahme gegen das starke Friedrichshafener Aufschlagspiel war nicht ganz sattelfest, die Gastgeber hatten die Chance zum Gegenangriff und nutzten diese.

"Die Frage, was gewesen wäre, wenn wir komplett gewesen wären, stellt sich gar nicht", sagte Tiilikainen. "Wir hier heute gewinnen können. Das zeigt, wie stark wir als Team. Und es ist ärgerlich, weil wir nicht gewonnen haben."


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