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30.10. Powervolleys besiegen Friedrichshafen

Das erste Ausrufezeichen in der noch jungen Saison in der Volleyball Bundesliga geht auf das Konto der SWD powervolleys Düren. Die Mannschaft des neuen Trainers Tommi Tiilikainen schlägt den Rekordmeister VfB Friedrichshafen 3:0.


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Dass Stimmung und Moral im Team von Beginn der Saisonvorbereitung an gut sind, dass die neue formierte Mannschaft sich steigern würde und dass Düren gegen den Favoriten vom Bodensee nicht gänzlich chancenlos sein würde, war schon vorher klar. Dass Düren die Partie aber glatt mit 3:0 gewinnt, darf als Überraschung gewertet werden. Eine Überraschung, die im Nachhinein keine ist, betrachtet man den Spielverlauf. "Wir waren heute alle davon überzeugt, dass wir was Großes schaffen können. Wenn wir weiter so arbeiten, dann wird es schwer, uns zu schlagen", sagte Angreifer Romans Sauss nach dem 25:23, 25:21, 25:21.

Zwei Elemente machten den Unterschied zwischen Düren und Friedrichshafen aus, die ansonsten auf sehr ähnlichem Niveau agierten und den 1.500 Zuschauern in der Arena Kreis Düren viele packende Ballwechsel boten: Düren war im Aufschlag besser, sorgte mit seinem Service die gesamte Partie über für viele Probleme im Spielaufbau der Gäste. "Wir haben das richtige Maß gefunden zwischen dem Druck, den wir ausüben, und dem Risiko, dass wir dafür in Kauf nehmen", sagte Spielmacher Jay Blankenau. Das hatte zur Folge, dass die SWD Powervolleys an vielen Angriffen der Gäste mit Block oder Abwehr zur Stelle waren. "Man muss den Ball nicht immer krachend auf den Boden blocken", erklärte Mittelblocker Michael Andrei. "Es reicht oft, den Angriff zu entschärfen. Das ist uns sehr oft gelungen." Ein Lob kam aus dem Mund des Gästetrainers Vital Heynen. "Das, was Düren heute gespielt hat, das ist Volleyball, wie ich ihn mag. So haben wir den Supercup gegen Berlin gewonnen, so hat Düren uns heute geschlagen."

Satz eins ist lange eng. Zu Beginn packt der ehemalige Dürener Georg Klein im Block zweimal zu, die Gäste führen 9:6, Düren kommt mit einem Sauss-Ass und einem Gegenangriff von Tomi Rumpunen zurück. Der VfB erarbeitet sich mit toller Abwehrleistung das 18:17, Düren schlägt mit einem Ass von Blankenau und einem Gegenangriff von Michael Andrei zurück und hat bei zwei engen Schiedsrichterentscheidungen Glück. Die Gastgeber führen 23:21 und bringen den Vorsprung über das Ziel.

Die Vorentscheidung in Satz zwei, den Tim Broshog mit einem krachenden Block für Düren eröffnet, fällt ab dem 18:16 für die SWD Powervolleys nach einem Fehler der Gäste. Sauss legt mit einem spektakulären Gegenangriff nach, Blankenau schiebt ein Ass hinterher und der später zum wertvollsten Spieler gewählte Marvin Prolingheuer nutzt zwei Chancen nach erfolgreicher Abwehr zum 22:17.

In Durchgang drei liegt Düren lange zurück, nach einer missratenen Annahme steht es 11:14. Erneut sind es die SWD powervolleys, die den Druck im Aufschlag deutlich steigern können. Daraus resultieren ein Broshog-Block (18:18), ein Gegenangriff von Prolingheuer (19:18), ein Ass von Sauss (21:19) und eine verunglückte Annahme der Gäste (23:20). Beim Stand von 24:21 wechselt Tiilikainen den Jüngsten Dennis Barthel zum Aufschlag ein. Der serviert und hat damit den viel umjubelten letzten Dürener Ballkontakt des Abends.

"Bei unserem Saisonstart gegen die United Volleys hat noch nicht alles geklappt", sagte Tommi Tiilikainen. "Aber wir haben hart weiter gearbeitet. Deswegen ist das heute ein Sieg der Spieler. Wenn wir weiter so arbeiten, dann passiert etwas Magisches. Heute habe ich von dieser Magie schon etwas gespürt."

Weiter geht es für Düren nächste Woche Sonntag. Dann treten die SWD Powervolleys bei den Netzhoppers Solwo Königspark KW an.


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